Hypnose

... weil das Unterbewusstsein die Lösung kennt


Ziel der Heilhypnose ist es, das seelische und körperliche Gleichgewicht

des Klienten wieder herzustellen, seine Beschwerden zu lindern und ihm

die Möglichkeit zu eröffnen, sich mittels Erlernen der Selbsthypnose dauerhaft

selbst helfen zu können.

 

 Seit dem Altertum ist die Hypnose oder auch Trance genannt eines der ältesten natürlichen Heilbehandlung der Menschheit.

 

Hypnotische Zustände sind entgegen einer weitverbreiteten Ansicht nichts Exotisches, welche nur wenig Auserwählte nach jahrelangem Training erreichen können. Im Gegenteil, jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens immer wieder ungeplant „Alltagstrance“ zustände (Fernsehen, Joggen), die das Alltagsbewusstsein zurücktreten lassen, das rationelle Denken dämpfen und tiefere Ebenen des Erlebens öffnen. So erleben z.B. Mönche in der Meditation einen selbsteingeleiteten hypnotischen Zustand, der ihr Bewusstsein zurücktreten lässt. Die Fähigkeit in Trance zu gehen ist offenbar von der Natur für solche Bereiche eingerichtet, in denen es um Heilung oder um Kommunikation mit dem Unbewussten oder Irrationalen geht. So hat der Körper z.B. in traumatischen Situationen wie Unfall, Folter oder Vergewaltigung als lebenserhaltenden Selbstschutz einen Mechanismus, der den Betreffenden in einen Zustand versetzt, der der Hypnose nahe kommt. Trance ist nicht nur ein bestimmter und genau definierter Zustand, sondern das ganze Bündel von Zuständen, die weder Wachsein noch Schlaf sind.

 

Trance ist nicht einfach die Mitte zwischen Wachsein und Schlafen, sie ist ein eigener Raum.

Trance ist ein Weg zurück und nach vorn, ist Regression und Progression zugleich.

Ein Mensch in Trance fühlt sich einheitlicher und ganzheitlicher, stärker verbunden mit seinen Körperprozessen und mit den energetischen Strömungen im Körper.

 

Sonst normalerweise nur im Bewusstsein beschäftigt mit unserem Ich, eröffnen uns hypnotische Zustände Zugang zu Fähigkeiten und Ressourcen des Unbewussten, die dem Wachbewusstsein nicht ohne weiteres zur Verfügung stehen. Menschen in Trance können z.B. Schmerzen vermindern oder ausschalten, den eigenen Namen vergessen, die Heilung von Wunden beschleunigen, abgewehrte Gefühle hochkommen lassen, Ekstase erleben, sich entspannen und erholen, Ängste mindern, Leistungen verbessern oder sich das Rauchen abgewöhnen.

 

So ist jeder Mensch von Natur aus suggestibel und deshalb auch hypnotisierbar, es sei denn er sperrt sich gegen die Hypnose. Viele Menschen haben die Befürchtung, dass sie in Trance dem Willen des Hypnotiseurs absolut ausgeliefert sind. Diese Furcht, Spielball fremder Suggestion zu sein, ist vollkommen unbegründet. Wenn Suggestionen dem persönlichen Wertesystem des Hypnotisierten widersprechen, so wird dieser in aller Regel erwachen und die Suggestion nicht befolgen. Unser moralisch-ethischer Gedanke schützt uns offenbar sogar in Hypnose noch weitgehend vor Dingen, die nicht mit unserem Wertesystem übereinstimmen.

 

Grundbedingungen der hypnotischen Kommunikation heißen Akzeptieren und Vertrauen. Entsteht erst einmal Neugier und Interesse, so ist es einfach einen hypnotischen Prozess zu beginnen. Das Erleben des Trancezustandes ist so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Manch einer bemerkt den Übergang vom Wachsein zum beginnenden Trancezustand kaum und kann sich nach Erwachen messerscharf an alles erinnern, andere erleben die Phantasien und Bilder nur während der Hypnose und haben hinterher keinerlei Erinnerung an diese Zeit. Jeder Mensch erlebt Trance auf seine Weise.

 

Diese Möglichkeit der Suggestion in der Heilhypnose kann einfach ausgedrückt als Instrument zur Problemlösungen bzw. zur Behandlung von meist gesellschaftsbedingten Erkrankungen wie z.B. Magersucht, Allergien, Hauterkrankungen, Depressionen, psych. Verstimmungen, Übergewicht, Ängste, Abhängigkeiten, stressbedingte Krankheitszustände u.m. genutzt werden. Hier ist aber besonders hervorzuheben, dass ohne die Bereitschaft des Patienten die Hypnose nicht gelingen kann.

 

Die Heilhypnose als ernstzunehmende Behandlungsmethode bietet dem Therapeuten die Möglichkeit positiven Einfluss auf seelisch bedingte Krankheiten (oder Stresssituationen) zu nehmen, die Selbst-heilungskräfte des Betroffenen zu aktivieren und so über die Seele das körperliche und seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Der US-Amerikaner Milton Erickson, der Erneuerer der therapeutischen Hypnose, hat eine Form der indirekten Suggestion entwickelt, die dem Klienten einen Freiraum lässt, die Suggestion selbst mit seinen eigenen Phantasien auszufüllen. Diese indirekte Form der Hypnose begleitet und leitet den Therapieprozess, ohne die Integrität des Klienten zu verletzen oder seine Kontrollfähigkeit in Frage zu stellen. Erickson betont besonders die Selbstheilungskräfte des Unbewussten und betrachtet es vor allem als einen Speicher lebensgeschichtlicher Erfahrungen, die für den Therapeuten nutzbar gemacht werden können. Die Selbstheilungsprozesse werden so lt. Erickson dem Klienten nicht äußerlich eingeflößt oder als Methode übergestülpt sondern aus dem Fähigkeits- und Erfahrungs-speicher des Klienten von innen her aufgebaut. Der Therapeut muss nicht als allwissender Wunder-heiler auftreten, sondern kann jeden Klienten als den kompetentesten Fachmann für seine eigenen Probleme betrachten.



 Zur Berücksichtigung und Klärung der gesamten gesundheitlichen Situation des Klienten wird grundsätzlich bei jeder Beratung/Coaching-Stunde darauf hingewiesen, zusätzlich ärztlichen Rat zur Abklärung einer möglichen Krankheitsursache und den eventuell medizinisch notwendigen unterstützenden Therapien einzuholen.

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